Schulsozialarbeit, die unendliche Geschichte

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

willi2011Die FWG-Kreistagsfraktion nimmt mit großer Verärgerung die harte Haltung des Kultusministeriums bezüglich der Schulsozialarbeit im SEK zur Kenntnis. Das Ministerium lässt über das Staatliche Schulamt verkünden, die notwendigen Mittel von ca. € 4000 pro Jahr stünden nicht zur Verfügung.
Die betroffenen Schulen in Homberg und Schwalmstadt müssen als Abhängige des SSA schweren Herzens auf die dringend notwendige Schulsozialarbeit verzichten, weil das Hessische Kultusministerium die Finanzierung nicht sicherstellt.
Die von Schulen, Schülern und Eltern positiv bewertete Sozialarbeit an unseren Schulen wird vom Ministerium nicht gewürdigt. Es gibt, anders als vom Ministerium glauben gemacht wird, sogar einen größeren Bedarf an Schulsozialarbeit an unseren Schulen. Deshalb ist es unverantwortlich, schon vorgesehene Besetzungen abzustoppen, indem Vorstellungsgespräche mit geeigneten Bewerbern abgesagt werden.
Gerade weil der Bedarf an qualifizierten Sozialarbeitern und Sozialpädagogen steigt, ist es grundsätzlich falsch, diesen Bedarf nicht zu decken und den in diesem Bereich bereits Tätigen immer nur kurzfristige Stellen anzubieten.
Die politisch Verantwortlichen in Wiesbaden müssen begreifen, dass vorsorgliches Handeln, durch das man die Schüler zu Bildungsabschlüssen führen kann, der Gesellschaft für die Zukunft mehr nützt, als gescheiterte Jugendliche, die ungleich teurer werden. Die präventive Schulsozialarbeit ist anerkanntermaßen die wirkungsvollste Betreuungsform an Schulen, betonte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Willi Werner, Edermünde.