EON Mitte

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

EON Mitte- Diskussion

Der von dem EON Konzern angebotene Verkauf des Aktienpaketes der Kasseler EON- Mitte AG an die kommunalen Miteigner, ist die große Chance für die kommunale Familie die Energiewende aktiv mit zu gestalten.
Zu diesem Ergebnis kam die FWG-Kreistagsfraktion in der jüngsten Sitzung in Fritzlar. Das Gerangel in der Region das während der letzten Jahre um die weiteren Konzessionen und die Netzbeteiligung zu beobachten war bekommt jetzt durch eine aktive Mitgestaltungsmöglichkeit der Kommunen eine völlig neue Komponente. Die jetzt gehaltene Beteiligung des Schwalm- Eder Kreises von 3 % sollte nach Auffassung der FWG ausgebaut werden, wobei auch Städte und Gemeinden, eventuell als Verbund, sich einkaufen und die Unternehmenspolitik mit gestalten können.
Die Finanzierungsmodalitäten des Anteilkaufes müssen unter Beachtung von erforderlichen Zins-und Tilgungszahlungen geprüft werden. Ein Zubrot aus den Jahresüberschüssen in Form von Dividenden, die uns bisher eine Förderung unserer kreiseigenen Jugend-und Freizeiteinrichtungen erlaubten, sollte ebenfalls weiter möglich sein.
Dies sind wichtige Aspekte, die aber erst überprüft werden können, wenn ein neutraler Gutachter den Kaufpreis des Unternehmens ermittelt hat, darauf verwies der FWG Fraktionsvorsitzende, Willi Werner.
Bis zum Vorliegen des Gutachtens könnten die politischen Gremien nur heiße Luft diskutieren, deshalb macht es aus Sicht der FWG zur Zeit keinen Sinn, ohne weitere Fakten die Gremien mit dem Thema zu befassen.
Erfreulich ist, dass alle beteiligten Städte und Landkreise ihre Kaufbereitschaft signalisiert haben, so dass eine Wiederbelebung der ehemaligen EAM möglich scheint.

Die Beschränkung von kommunalen Beteiligungen auf 49 % , wie vom Landesgesetzgeber ohne Not limitiert, hält die FWG für grundsätzlich falsch. Eine Übernahme von 51% der Anteile durch die kommunalen Miteigner ist sinnvoll, um der kommunalen Seite im regionalen Unternehmen künftig die Kontrolle zu ermöglichen.
Eine Beteiligung Dritter (wie THÜGA oder OWAG) sollte mit bis zu 49 % erfolgen können.
Allerdings können erst wenn die Fakten auf dem Tisch liegen Entscheidungen getroffen werden, letztlich wird der Kreistag die Möglichkeiten und Chancen des Schwalm- Eder Kreises bewerten und erst danach entsprechende Beschlüsse fassen, betonte Willi Werner abschließend.