Jobcenter Schwalm- Eder: Gute Leistung wird bestraft

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Leistung wird nicht belohnt

gatzweiler
Im Rahmen ihrer jüngsten Fraktionssitzung sprach die FWG Schwalm-Eder mit dem Geschäftsführer des Jobcenters im Schwalm- Eder Kreis, Herrn Gatzweiler.
In einem sehr informativen Gespräch wurde die FWG über die aktuelle Situation des Jobcenters und dessen Ergebnisse aus den vergangenen Jahren informiert. Hier zeigte sich eindrucksvoll, dass das Jobcenter hervorragende Arbeit geleistet hat. Die Zahl der Leistungsbezieher im Schwalm-Eder Kreis liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Dieses Ergebnis, so Gatzweiler, basiere auf der guten Arbeit seiner Mitarbeiter sowie darauf, dass das Jobcenter den Leistungsbeziehern Qualifizierungsangebote machen konnte, in deren Folge viele Menschen wieder in Arbeit gebracht werden konnten. Diese Förderung von Menschen mit Vermittlungshemmnissen wird künftig geringer ausfallen, weil dem Jobcenter aufgrund der guten Vermittlungsquote deutlich weniger Mittel durch die Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt werden.
„Es kann und darf nicht sein, dass man für gute Arbeit bestraft wird“, so fasst Willi Werner, Fraktionsvorsitzender der FWG, das Gespräch mit dem Leiter des Jobcenters zusammen. Man habe erfahren, dass ein nicht geringer Teil der derzeitigen Leistungsbezieher eine qualifizierte und teils umfangreiche Betreuung und Qualifizierung braucht, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. In Zeiten, in denen die Wirtschaft über Fachkräftemangel klagt, darf man es sich nicht leisten auch nur einen potentiellen Arbeitnehmer zurück zu lassen.
Menschen brauchen in schwierigen Lebenslagen Hilfe und Unterstützung. Dies sei künftig nicht mehr uneingeschränkt möglich. Eine solche Politik der Mittelverteilung bestraft das Engagement und die Leistungen des Jobcenters und konterkariere die Idee der AGENDA 2010, so Werner weiter.
Die FWG werde sich dafür einsetzen, dass sich an dieser unbefriedigenden Situation etwas verändere. Weiter werde die FWG sich dafür einsetzen, dass das Jobcenter die Möglichkeit bekommt mehr als 20 Ausbildungsplätze für schwer vermittelbare Jugendliche bereitstellen zu können.