Mittelständische Wirtschaft wird erdrückt

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

FWG : Verwaltungsauflagen erdrücken mittelständische Betriebe.

Zu strenge Vorschriften und Verwaltungsauflagen belasten unsere heimische Wirtschaft inzwischen in unzumutbarer Weise. Arbeitssicherheit und Arbeitszeitverordnung werden oft vorgeschoben, um die mittelständischen Betriebe und deren Arbeit verstärkt zu kontrollieren und in der Folge zu reglementieren.
Bei Transportbetrieben gelten z.B. im Nahverkehr die gleichen strengen Regeln wie für den Fernverkehr, obwohl das völlig unterschiedliche Bereiche sind. Im Nahverkehr wird geladen, gefahren, abgeladen, im Fern-und Busverkehr wird hauptsächlich gefahren.
Diese Bereiche in ein Gesetz zu packen, macht ein hohes Maß an Unkenntnis des Gesetzgebers deutlich.
Der Mindestlohn, der inzwischen zwar eine hohe Akzeptanz erfährt, wird mit großem Verwaltungsaufwand belastet,der den Betrieben hohe Kosten verursacht; so finden Aufzeichnungskontrollen in unseren Handwerksbetrieben auch zu extrem früher Stunde, wie z.B. in Bäckereibetrieben statt.
Hier wird nach Auffassung der Freien Wähler zusätzlich Verwaltung aufgebaut und die Arbeit der Betriebe ohne Not behindert.
Dies trifft auch für die Fleischereibetriebe zu, die aufgrund vieler Auflagen in großer Zahl, wie die Bäckereien auch, aus der Fläche verschwinden.
Auch die niedergelassenen Ärzte klagen über einen viel zu hohen Verwaltungsanteil ihrer Arbeitszeit, die sie lieber den Patienten widmen würden und der ihre Praxen oft unwirtschaftlich macht.
Die überdurchschnittliche Belastung des Mittelstandes durch die staatliche Bürokratie und seine gleichzeitig überdurchschnittliche Belastung durch Steuern und Abgaben machen vielen Betrieben das Überleben schwer und sorgen besonders auf dem Land dafür, dass es keinen Arzt mehr gibt und dass man Brötchen und Wurst oft schon heute nur noch im Supermarkt findet und nicht mehr im heimischen Bäcker- oder Fleischerladen.
Für viele Menschen macht diese Entwicklung gerade den ländlichen Raum weiter unattraktiv und verstärkt damit den demographischen Wandel.
Der gesamte Mittelstand, der hierzulande die meisten Arbeitsplätze sichert, darf nicht weiter durch Gesetze und behördliche Eingriffe stranguliert werden, betont der Kreistagsfraktionsvorsitzende Willi Werner , Edermünde abschließend.