Inklusion ohne Plan

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Regelunterricht nicht weiter ausdünnen, FWG fordert Konzept für Inklusion.

Von vielen Seiten wird der Stand der Inklusion in den hessischen Schulen kritisiert, nicht zuletzt von der Bertelsmann Stiftung oder durch das Institut für Sonderpädagogik in Frankfurt. Dabei wird deutlich, dass die Hessische Landesregierung kein Konzept für die Umsetzung der Inklusion hat, keinen sachlichen oder zeitlichen Rahmen.
Die schwarz/ grüne Landesregierung stellt überdies keinerlei Haushaltsmittel bereit, sie schichtet im Bildungshaushalt lediglich kreativ um und kürzt kurzerhand die Stundentafeln für Grundschulen und für die Gymnasiale Oberstufe, mit der Folge von Personalkürzungen in diesen Bereichen. Allein im Grundschulbereich im Kreis sind etwa zehn Stellen betroffen.
Regional gibt es inzwischen laute Proteste von Elternorganisationen gegen dieses untaugliche Verfahren.
Der Vorsitzende der FWG Kreistagsfraktion im Schwalm- Eder Kreis, Willi Werner, erklärt, dass Inklusion nicht zum Nulltarif zu haben ist und dass sie ohne zusätzliches qualifiziertes Personal und ohne entsprechende Investitionen in den Schulen Stückwerk bleiben muss.
Die Freien Wähler im Schwalm- Eder Kreis verlangen daher von der Hessischen Landesregierung die sofortige Rücknahme der Stundenkürzungen im Regelunterricht und die Bereitstellung der benötigten Haushaltsmittel, um Schulen materiell und personell für die unzweifelhaft große Herausforderung der Inklusion auszurüsten.