4. Frauenförderplan

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Statistisch gesehen ist die Entlohnung beschäftigter Frauen in Nordhessen bei gleicher Arbeit und Qualifikation über 20 % niedriger als bei den männlichen Kollegen. Dies widerspricht dem Gleichstellungsgrundsatz des Grundgesetzes.

Der 4. Frauenförderplan  gilt für die Beschäftigten in den Dienststellen, sowie Einrichtungen und den Eigenbetrieb des Schwalm-Eder-Kreises sowie das anderen Dienststellen zur Arbeitsleistung zu gewiesene Personal und hat das Ziel, bei bestehender Unterrepräsentanz von Frauen in den Entgelt- und Besoldungsgruppen den Frauenanteil zu erhöhen;

Zu berücksichtigen ist, dass bisher nur fünf Fachbereiche  von Frauen

geführt wurden.

Erfreulich ist, dass im gehobenen Dienst von 2010 bis 2016 eine

Steigerung in den Vergütungsgruppen der beschäftigten Frauen von

43,8 % auf 54,2 % erfolgte.

Besonders begrüßenswert ist die Einbeziehung des Frauenbüros bei bestehender Unterrepräsentanz weiblicher Bewerbungen .

Führungskräfte sind verpflichtet, Mitarbeiterinnen zu motivieren, sich auf höherwertige Stellen vorzubereiten und zu bewerben.

Gut ist, dass in allen Besoldungs- und Entgeltgruppen, in denen Unterrepräsentanz von Frauen besteht, die Hälfte der Stellen mit Frauen zu besetzen sind. Das ist damit zu erreichen, dass ihnen durch die Übertragung von Tätigkeiten, die dazu dienen, Qualifikationen zu erwerben, um eine Beförderung und Höhergruppierung zu ermöglichen, auch Frauen bevorzugt werden.

Die Beschäftigten können sich auf unbefristete und sozialversicherungspflichtige Arbeitsverträge verlassen.

Arbeitszeitmodelle, Telearbeit sehen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor.

Die Aufwertung von z. B. typischen Sekretariatsberufen durch eine gemischte Tätigkeit gleicht das Kreativitätsdefizit aus und steigert das Selbstbewußtsein weiblicher Mitarbeiter.

Die geförderte Akzeptanz bei  Elternzeit von Männern oder Familienpflegezeiten ist positiv.

Im Jahre 1958 annullierte das Gleichberechtigungsgesetz das Recht des Ehemannes, das Arbeitsverhältnis seiner Frau jederzeit fristlos ohne Angabe von Gründen zu kündigen. Die Ehefrau benötigte aber weiterhin seine Genehmigung zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Erst im Jahre 1977

wurde diese Pflicht aufgehoben.

Deshalb kann man sagen:

Wir Frauen haben viel geschafft..

 

Christa Strohm im Kreistag

SPD Empfang Homberg