Autorenarchive: FWG Schwalm-Eder

FWG fordert Photovoltaik auf Logistikhallen

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

FWG: Logistikhallen mit Fotovoltaik bevorzugt genehmigen.

Regenerative Energieträger im Kreis weiter fordern und fördern.

Großflächige Hallen sollten in Zukunft möglichst nur in Verbindung mit PV-Anlagen auf ihren Dächern genehmigt werden. Damit könne der wirtschaftliche Nutzen für die Unternehmen mit den Klimazielen des Kreises in Einklang gebracht werden.

Dies fordert die Freie Wählergemeinschaft Schwalm- Eder im SEK. Nach Auffassung des Fraktionsmitglieds Willi Werner, Edermünde, hat der SEK in den vergangenen Jahren eine herausragende Stellung im Klimaschutzbereich erreicht.

Das will die FWG Schwalm- Eder weiter stabilisieren, deshalb bittet die Fraktion den Dezernenten für Energie- und Klimaschutz, Helmut Mutschler, Malsfeld, zusammen mit dem Bau- und Umweltdezernenten Kaufmann entsprechende Vorgaben

im Baugenehmigungsbereich auszuarbeiten und zu entwickeln. Die zahlreichen Riesenhallen im Kreis, die die Ortslagen nicht unbedingt positiv prägen, könnten damit zumindest einen Energie- und klimapolitischen Beitrag leisten.

So könnte der Logistikbereich einen Ausgleich zur Akzeptanz von Verkehrszunahme und großer Flächenversiegelung schaffen. „Unser klimapolitisches Leitbild und dabei das erklärte Ziel den SEK bis 2025 klimaneutral zu gestalten bleiben weiterhin Richtschnur unseres Handelns“, betonte Willi Werner abschließend.Werner16

Abschied in Zeiten von Corona

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

WilliHelmut.2.29.4.20Mit dem 30.4. geht bei der FWG Schwalm- Eder eine Zeit zu Ende, die seit Jahrzehnten geprägt war von der konstruktiven Zusammenarbeit des Fraktionsvorsitzenden Willi Werner aus Besse und des Kreisvorsitzenden Helmut Mutschler aus Malsfeld; rechtzeitig vor der Kommunalwahl in 2021 übergeben sie nun den Staffelstab bei der Kreis- FWG an die nächste Generation. Dieser Wechsel war bereits lange angekündigt und Willi Werner und Helmut Mutschler wünschen der FWG unter der neuen Führungsmannschaft von ganzem Herzen viel Erfolg für die kommenden Aufgaben.

Allen FWG Mitgliedern Frohe Ostern

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Allen Mitgliedern und Freunden der FWG Schwalm- Eder im Namen der Fraktion und im Namen des Vorstands ganz herzliche Ostergrüße in dieser doch stark verunsichernden Zeit.

Viele unserer Gewissheiten sind ins Wanken geraten, unsere Normalität in weiter Ferne; das soziale Miteinander wird sich genau wie das Arbeitsleben auf nicht absehbare Zeit verändern.

Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass wir diese Zeit gemeinsam durchstehen, dass unsere Strukturen halten und mit Martin Luther sollten wir optimistisch in die Zukunft schauen:

„Wenn ich wüsste, daß morgen die Welt unterginge, würde ich doch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“

In diesem Sinne alles Gute für Sie und die Ihren, geben Sie aufeinander acht und bleiben Sie gesund,

Willi Werner, Fraktionsvorsitzender

Helmut Mutschler, Kreisvorsitzender

 

545C22BB-DA13-45EF-B7BD-FF7D05640993

Gesund Bleiben, Kontakte reduzieren

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Schwalm- Eder Kreis!

Die Bedrohung durch das CORONA VIRUS ist Ihnen sicherlich hinreichend bekannt. Tatsächlich verdrängen viele Menschen die Situation, in der Hoffnung, sie und ihre Familien wird es schon nicht treffen. Was aber ganz anders kommen kann! Und wieder Andere blenden die neue Realität sogar komplett aus.

Dadurch, dass Viele sich nicht an die Anordnungen halten, werden die sozialen Kontakte durch die Länder und den Bund weiter eingeschränkt. Auch weil womöglich noch nicht Jeder verstanden hat, dass er zu Hause bleiben und seine Kontakte reduzieren muss, um sowohl sich als auch seine Mitmenschen zu schützen.

Ganz deutlich: Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität!

Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, hat das Bundesministerium für Gesundheit die Kampagne #WirBleibenZuhause ins Leben gerufen.

Dieser Kampagne schließt sich die Freie Wähler Gemeinschaft Schwalm-Eder ausdrücklich an!

Bleiben Sie gesund!

coronafwg

Land Hessen blockiert Fernradweg Kanonenbahn

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Werner16FWG Fraktion: Fernradweg Oberaula bis Spangenberg wird vom Land blockiert.
Kanonenbahn Treysa-Homberg bislang nicht entwidmet.

Die Koalition aus SPD und FWG hatte im Kreistag den Antrag gestellt, die Bahnstrecke von Schwalmstadt nach Homberg als Verlängerung des Rotkäppchenradweges von Oberaula auszuweisen.
Nach Mitteilung des Hessischen Wirtschaftsministeriums ist die Strecke der ehemaligen Kanonenbahn zwischen Treysa und Relbehausen aber bislang nicht von Bahnbetriebszwecken freigestellt. Daher sei eine Verwendung der Bahnstrecke zum Radwegeausbau nicht möglich.
Wenn wir die Stärkung des Radverkehrs In der Region ernst meinen, muß auch die Nahmobilstrategie im Sinne einer Verkehrswende umgesetzt werden, betonte der Fraktionsvorsitzende Willi Werner, Edermünde.
Für eine Bahnstrecke, für die seit Jahrzehnten kein Bedarf mehr besteht und die baulich nur mit Millionenaufwand reaktiviert werden könnte, muss es endlich die Freistellung bzw. Entwidmung durch die Bahn geben.
Hier ist gerade das Hessische Wirtschaftsministerium gefordert, die Weichen zu stellen und aktiv zu werden. Lippenbekenntnisse zu nachhaltigem Verkehr helfen uns nicht weiter. Hier ist kreatives Handeln nötig, um Sinnvolles zu erreichen.
Unserem gemeinsamen Ziel in der Region,  den Fernradweg von Oberaula bis Spangenberg mittelfristig umzusetzen, dürfen sich daher weder die Bahn noch die politisch Verantwortlichen verschließen, sagte Willi Werner abschließend.

ÖPNV im Kreis- Landrat im FREIRAUM

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Fraktionssitzung zu Fragen des ÖPNV im Freiraum; Landrat Winfried Becker und NSE Geschäftsführer Mike Stämmler gaben Auskunft zum wichtigen Thema Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs.

D5052ABB-84F1-4D6B-A009-ECCB42AEC756 28E94FD6-332E-4CDC-ABF8-F910C71F1CAD C948EAEB-902A-46D8-91B2-10E4983BECC1

Waldsterben im Kreis: Was muß die Politik tun?

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Die Sorge um die nordhessischen Wälder war der Anlass für ein Gespräch der Kreistagsfraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG) mit Frank Wiegand, Vorsitzender der hessischen Landesgruppe der Waldbesitzer. Bei dem Treffen im Gasthaus Lingemann in Bischhausen  schilderte Wiegand die Situation des Waldes, der durch die aktuellen Klimaveränderungen bedroht ist. Während gemeinhin Monokulturen als besonders anfällig betrachtet werden müsse man inzwischen auch im nordhessischen Mischwald massive Schäden feststellen, so Wiegand. Durch die beiden vergangenen trockenen Jahre würde nach wie vor im Bereich einer Wurzeltiefe von 40 bis 180 cm Tiefe Wasser fehlen. Hinzu komme je nach Baumart massiver Befall von Ungeziefer. Frank Wiegand schilderte den FWG-Kreistagsabgeordneten den enormen Aufwand, den die Entfernung des Schadholzes bedeutet. Auch die verkäuflichen Holzbestände hätten massiv an Wert verloren. Kurzfristig notwendige Investitionen zur Beräumung des Waldes würden sich für Lohnunternehmer langfristig nicht lohnen, da, wenn der Wald einmal beräumt ist, bald für lange Zeit die Arbeit fehle.

1CE073DC-042F-4BDF-B987-73658D6F7F1F

Wiegand machte auch auf die gesamtgesellschaftlichen Folgen aufmerksam: Durch die Waldschäden gehe massiv CO2-Speicher verloren. Mittelfristig werde Fichtenholz in der Bauindustrie fehlen, welches dann aus Mittel- und Osteuropa importiert werden müsse, was dann wiederum zu Preiserhöhungen und zu erhöhter Umweltbelastung durch die Transporte führt. Für die Zukunft würden (südeuropäische) klimastabile Baumarten benötigt, deren Auswirkung auf die heimische Flora und Fauna noch gar nicht untersucht ist.

Ausführlich diskutiert wurde über einen 12-Punkte Plan des Landes Hessen, dessen Wirkung aber noch nicht absehbar sei. Von den 200 Millionen Euro Fördergeldern, die das Land für die Rettung des Waldes vorgesehen hat, würden 150 Millionen direkt an den landeseigenen Hessenforst umgeleitet. Den privaten und kommunalen Waldbesitzern bleiben dann 50 Millionen Euro. Die Fraktion der FWG war sich einig, dass solch ein Programm eine Mogelpackung sei, wenn vor allem staatliche, nicht aber die zahlreichen kleinen kommunalen und privaten Besitzer davon profitieren.

Durch die Berichte von Frank Wiegand sah sich die FWG-Fraktion in ihren eigenen Initiativen bestärkt. Klimaschutz des Kreises und der Kommunen müsse konsequent gestärkt werden. Projekte wie etwa Waldpflanzungen durch Schulen, die durch das Klimaschutzreferat des Kreises mit Dezernent Helmut Mutschler (FWG) im Oktober organisiert wurden, sollen wiederholt werden. „Solche Projekte tragen vielleicht nur zu einem kleinen Teil zur Aufforstung bei“, so Mutschler, „sie leisten aber einen wichtigen Beitrag und stärken aber bei allen Beteiligten das Bewusstsein, wie wichtig und dringend der Schutz des Waldes ist.“

FWG verurteilt durchsichtige Neugründung

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Die FWG Schwalm-Eder nimmt mit Verwunderung Medienberichte zur Kenntnis, wonach sich im Schwalm-Eder-Kreis eine neue politische Gruppierung gebildet habe, die ihr Kürzel „FWG“ in ihrem Namen führen will. Aufgrund der damit einhergehenden und offensichtlich beabsichtigten Verwechselungsgefahr wird die FWG- Freie Wählergemeinschaft Schwalm- Eder geeignete Maßnahmen ergreifen, der neuen Gruppe die Verwendung des Kürzels „FWG“ zu untersagen.

Hintergrund ist eine Spaltung zwischen der Partei FW und der FWG- Freien Wählergemeinschaften in Hessen und im Schwalm-Eder-Kreis. Dabei geht es um die grundsätzliche Frage, auf welchen Ebenen und wie Politik gemacht werden soll. Während diejenigen, die der Partei angehören, die Landes-, Bundes- und Europaebene im Fokus haben, bleibt die FWG, Freie Wählergemeinschaft Schwalm-Eder, bei dem urspünglichen Ziel aller Wählergemeinschaften: die kommunale Entwicklung in den Dörfern, Städten und im Landkreis zu gestalten.

Die FWG Schwalm-Eder wurde im Jahre 1991 gegründet und ihre Vertreter 1993 erstmals in den Kreistag gewählt. Bei der letzten Wahl in 2016 errang sie 7 Mandate. Seit 2006 gestaltet sie in einer Koalition mit der SPD die Kreispolitik erfolgreich mit. Auch in zahlreichen kommunalen Parlamenten sind FWGs vertreten, u.a. in Niedenstein, Melsungen, Morschen, Wabern, Ottrau, Homberg, Edermünde, Schwalmstadt, Neukirchen und Frielendorf. In Homberg z.B. stellt die dortige FWG mit neun Stadtverordneten und drei Stadträten die drittgrößte Fraktion.

„Als Freie Wählergemeinschaft werden wir uns weiterhin unabhängig und überparteilich für die Anliegen der Bürger in unseren Städten und Gemeinden einsetzen“, erklärt der gesamte Vorstand einhellig: 

„Hier schlägt das Herz unserer Region, und hier geht es für uns darum, für das alltägliche Leben der Menschen vernünftige, nachhaltige Entscheidungen auf überparteilicher Basis zu treffen.“69144377-D972-4839-A527-77D330B72510

FWG fordert: Riesenbärenklau bekämpfen

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

BEDBB1B0-72BC-4799-889C-F0476F4835D0Der Riesenbärenklau, auch bekannt als Herkulesstaude, ist in Zentraleuropa stark ausgebreitet.  Auch in unserer nordhessischen Heimat, und somit auch bei uns im Schwalm-Eder-Kreis wird er zu einem immer größeren Problem.

Er breitet sich auf unbewirtschafteten Flächen, wie an Bach- und Flußläufen, an Wegrändern, in Landschafts- und Naturschutzgebieten, auf Brachflächen und in und an Waldrändern vermehrt aus.

Die aus dem Kaukasus stammende Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 4m und produziert bis zu 30.000 Samen pro Pflanze pro Saison.

Sie unterdrückt und verdrängt einheimische Pflanzen und zerstört damit die von uns allen gewollte natürliche Artenvielfalt.

Hinzu kommt, dass die Pflanze eine erhebliche Gefahr für Menschen darstellt. Denn alle Pflanzenteile der Herkulesstaude enthalten Furocumarine, die bei Kontakt mit dem Pflanzensaft auf die Haut gelangen. Das kann bei starker Sonneneinstrahlung zu starken allergischen Reaktionen führen. Auf der Haut bilden sich eine halbe bis 2 Stunden danach Blasen, wie bei schweren Verbrennungen. Ein Augenkontakt kann sogar zur Erblindung führen.

Personengruppen wie Kinder, Spaziergänger, Radfahrer und Wanderer sind genau so wie Naturschützer, Jäger, Land- und Forstwirte, sowie Bauhofmitarbeiter einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt.

Deshalb ist auch eine fortlaufende Aufklärung der Bevölkerung beispielsweise in den Medien sehr wichtig.

Die Ausbreitung der Pflanze wird durch unser Fließgewässernetz begünstigt, da die Samen schwimmfähig sind. Die Samen der Pflanze gelangen aus kleinen Bächen in Fulda, Eder, Schwalm und Ems.

Aus Sicht der FWG ist eine Kartierung des Vorkommens der Herkulesstaude die Voraussetzung für eine wirksame Bekämpfung. Diese Kartierung sollte unter Einbeziehung und Mithilfe der Bevölkerung, und hier insbesondere von Landwirten und Jägern, sowie Natur- und Umweltverbänden, erfolgen. Somit weiß man künftig auch Jahre nach einer erfolgreichen Entfernung der Pflanzen an welchen Stellen durch im Boden vorhandene Samen möglicherweise neue Pflanzen wachsen könnten. Ein nachhaltiges Bekämpfungsmanagement ist hier sowieso erforderlich, so Kothe.

Die notwendigen Maßnahmen zur Kartierung, Beseitigung und nachhaltigen Bekämpfung werden viel Geld kosten und Jahre dauern.

Die Bekämpfung der Pflanze ist nicht einfach, da eine chemische Bekämpfung auf den Flächen nicht infrage kommt.

Kothe erklärte, dass er an einer Fortbildungsveranstaltung zur Bekämpfung des Riesenbärenklau teilgenommen habe. Die Erkenntnis war, dass manuell nur durch die Entfernung der Knolle, die sich wie bei der Zuckerrübe etwas unter der Erdoberfläche befindet, die Pflanze beseitigt werden kann. Dabei wird, wie bereits rund um den Edersee, seit Jahren mit einem speziell angefertigten Spaten die Pflanze unter der Knolle abgeschlagen. Das Tragen einer vollständigen Schutzkleidung ist dabei unbedingt erforderlich. Dort wo ein maschineller Einsatz möglich ist erzielte man gute Erfoge mit einem ein- bis zweimaligen Abfräsen der Fläche vor der Samenbildung. In einzelnen Gemeinden wie beispielsweise Homberg hat man schon gute Erfolge erzielt. Seit 2018 erfolgt auch eine Bekämpfung der Riesenbärenklaue im Bereich des FFH-Gebietes der Eder im Raum Fritzlar und Wabern. Weitere Maßnahmen sind in Planung. Auf Brachflächen in Knüllwald setzt man derzeit die Thüringer Waldziege zur Beweidung von Flächen ein. Eine mehrjährige Beweidung soll die Herkulesstaude verdrängen.

Aufgrund der von der Pflanze ausgehenden Gefährdung und ihrer aggresiven Ausbreitung, sowie  der erforderlichen mehrjährigen Bekämpfung  und weiteren Beobachtung ist hier ein übergeordnetes, systematisches Vorgehen erforderlich, um die betroffenen Kommunen und Privateigentümer nicht zu überfordern.

Deshalb stellen FWG und SPD folgenden Antrag::

Der Kreisausschuss wird gebeten, Maßnahmen zur Bekämpfung der invasiven Art Riesenbärenklau (auch Herkulesstaude genannt) zu initiieren (Kartierung, Beseitigung und nachhaltige Bekämpfung sowie ein entsprechendes Monitoring). Das hat in enger Kooperation mit dem Land Hessen zu erfolgen, das in jedem Fall die Grundeigentümer – sofern kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen – vom Verursacherprinzip freistellen muss, da dies in diesem Fall absolut widersinnig ist. Ferner sollte das Land die Kartierung, Beseitigung und nachhaltige Bekämpfung sowie ein entsprechendes Monitoring finanzieren, zumindest jedoch fördern.

Zusätzlich beantragen wir, dass im zuständigen Ausschuss für Umwelt, Energie und Landwirtschaft fortlaufend, mindestens einmal jährlich, über den aktuellen Stand der Maßnahmen berichtet wird.

Beschluss: Der Kreistag hat den Antrag zur weiteren Beratung an den zuständigen Ausschuss überwiesen.39C13B5D-75D5-4B64-BCE3-A835FCD1220A

FWG fordert Schuldenprävention für Jugendliche

Veröffentlicht am von FWG Schwalm-Eder

Schuldenprävention muss im Kinder-bzw. Jugendalter beginnen. Wir als Kreis möchten das Land Hessen auffordern wichtige Bildungs- und Präventionsarbeit im Bereich der Schuldenprävention an Schulen des Schwalm-Eder Kreises zu unterstützen, finanzielle Mittel und Beratungs- oder Lehrkräfte zur Verfügung zu stellen. Es gibt einige Beispiele der Kooperation mit Trägern von Schuldnerberatungen, Stiftungen und Diakonie wo Fachkräfte Projektarbeit, Workshops, Seminare und im Fachstundenbereich der Schulen über Finanzkompetenzen, Schuldenfallen usw. mit den Schülern die Thematik vertiefen. Warum sollten wir uns hier schon um Schulden machen- im Kinder- und Jugendalter kümmern?

Lernen, wie man sinnvoll mit Geld und Kreditangeboten umgeht, ist nicht einfach. Elternhaus und Schule sind häufig mit der Vermittlung notwendiger Finanzkompetenzen überfordert. Aggresive Werbung und immer mehr Kauf- und Kreditangebote tun ihr übriges. Mindestens 3Mill. Haushalte gelten bundesweit als überschuldet, d.h. sie können ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr in vollem Umfang nachkommen. Kinder und Jugendliche dieser Haushalte sind davon besonders betroffen.

Vielen Menschen ermöglicht erst das Schulden machen, an dem teilzuhaben was für andere selbstverständlich ist: ein eigenes Auto, Möbel, Smartphone usw. Erlebnis- und Luxuskonsum sind ausgeprägter denn je, ein Schüler ohne das neuste Handy oder die angesagte Markenbekleidung ist schon fast „wie eine Fisch ohne Wasser“. Geld wird zu einer Art Schlüssel für soziale Teilhabe, denn für die meisten Freizeitaktivitäten benötigen sie Geld oder Konsumgüter.

Einer Kids Verbraucheranalyse des Bauer Verlages ist zu entnehmen, dass den rund 12 Mill. Mädchen und Jugen im Alter von 6bis19 Jahren weit über 20 Milliarden Euro zur Verfügung stehen, gerade das ermöglicht häufig einen konsumorientierten Lebensstil, der mit einem unreflektierten Umgang mit Geld und der Vorstellung verbunden ist, dass dieser Lebensstil problemlos beibehalten werden kann.

Dabei fangen die Probleme nicht erst an, wenn erwachsene Menschen Zahlungsvereinbarungen treffen, die später durch widrige Umstände nicht eingehalten werden können. Probleme entstehen auch nicht erst, wenn 18jährige ihr Konto überziehen und Kredite aufnehmen dürfen. Die Grundlagen für einen sorgfältigen Umgang mit Geld werden schon viel früher gelegt, genau hier wollen wir mit unserem Antrag ansetzen und den Bildungsauftrag einfordern.

Im Bereich der Finanzkompetenz soll dazu beigetragen werden, die Kinder und Jugendlichen stark zu machen, „Werbung- Wünsche- Wirklichkeit“ klar zu definieren. Ziel muss es sein, Schülerinnen und Schülern frühzeitig und möglichst,– vor Eintritt der Geschäftsfähigkeit in ihrer Finanzkompetenz und Eigenverantwortlichkeit gestärkt und über Schuldenrisiken aufgeklärt zu werden. Sie sollen einen reflektierten Umgang mit ihren Konsumwünschen erlernen, Planungskompetenz erwerben und zur Risikoabschätzung befähigt werden. Langfristiges Ziel sollte sein, der Verschuldung von jungen Menschen , sowie der Überschuldung im späteren Erwachsenenalter vorzubeugen.

Bald16